Sonnenschutz
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Sonnenschutz: Anti-Aging & mehr

Sonnenschein tut gut – sowohl dem Körper als auch der Seele. Das weckt die Lebensgeister und macht gute Laune – hat aber auch seine Schattenseiten: Seit Jahrzehnten ist bekannt, dass Sonnenschutz – genauer: der Schutz vor UV-Strahlen – für die Haut wichtig ist.

UV-Schutz: Geben Sie acht auf Ihre Haut – jeden Tag!

Nicht nur im Urlaub beim Sonnenbaden am Strand sollten wir auf unsere Haut achtgeben – Sonnenschutz ist auch im Alltag wichtig. Auch bei bedecktem Himmel, beim Brötchen-Holen am Morgen, im Winter und sogar im geschlossenen Auto wirken die UV-Strahlen auf unsere Haut und sorgen unter anderem für vorzeitige Hautalterung.

Experten haben herausgefunden, dass ein Großteil der UV-Strahlung, die die Haut abbekommt, sie im Alltag trifft – und nicht an den wenigen Tagen des Jahres, die wir frei haben und beispielsweise am Strand oder am Pool ausgiebig die Sonne genießen. Zudem summiert sich die Strahlenbelastung im Laufe des Lebens auf. Anders als beim lieben Geld ist allerdings ein volles Sonnenkonto mit hohen „Kosten“ verbunden. Denn die Haut vergisst nichts. Jeder Sonnenstrahl, der auf unsere Haut trifft, wandert auf das persönliche Sonnenkonto. Es ist daher ratsam, die Haut möglichst oft und gut, möglichst lückenlos und nachhaltig vor den aggressiven UV-Strahlen zu schützen.

Das kleine ABC der UV-Strahlung

Die ultraviolette Strahlung, kurz: UV-Strahlung, ist der energiereichste Teil der optischen Strahlung, des Lichts. Wobei der Begriff „optische Strahlung“ leicht missverstanden werden kann, denn das menschliche Auge ist nicht in der Lage, UV-Strahlung wahrzunehmen. Wir haben kein Sinnesorgan für ultraviolette Strahlen und merken sie – genauer gesagt: ihre Auswirkungen – entsprechend erst dann, wenn es zu spät ist.

Drei Sorten von UV-Strahlung gibt es: UV-A-, UV-B und UV-C-Strahlen. Sie unterscheiden sich in der Wellenlänge – je kürzer die Wellenlänger, desto energiereicher ist die Strahlung.

  • UV-A-Strahlung hat eine Wellenlänge von 400 bis 315 Nanometern (nm).
  • UV-B-Strahlung hat eine Wellenlänge von 315 bis 280 nm und
  • UV-C-Strahlung hat eine Wellenlänge von 280 bis 100 nm.

UV-C-Strahlen sind die kurzwelligsten und daher besonders energiereich. Sie werden jedoch von der Erdatmosphäre vollständig zurückgehalten und kommen auf der Erde nicht an. Von den UV-B-Strahlen erreichen etwa zehn Prozent die Erdoberfläche. Allerdings vergrößert sich der Anteil bei Störungen der Ozonschicht. Die langwelligere UV-A-Strahlung trifft nahezu uneingeschränkt auf die Erde.

UV-B- und UV-A-Strahlen treffen also – wenn auch in unterschiedlichem Maße – auf die Erde und dringen bedingt durch ihre unterschiedliche Wellenlänge auch unterschiedlich tief in die Haut ein.

UV-A- und UV-B-Strahlen dringen in die Haut ein

Die UV-B-Strahlen sind für die Bildung von Sonnenbrand verantwortlich. Sie schädigen die DNA-Moleküle der Hautzellen in unserer äußersten Hautschicht, der Epidermis. Tiefer dringen die UV-A-Strahlen ein: bis in die Lederhaut (Dermis). Sie produzieren freie Radikale und verursachen so oxidativen Stress, der die Haut altern lässt. Außerdem bewirken die UV-A-Strahlen die natürliche Hautbräunung, denn sie sorgen über eine Umwandlung des Hautfarbstoffs Melanin für eine Sofortpigmentierung der Haut – die Haut bräunt.

Klar ist: Wer seine Haut exzessiv der UV-Strahlung aussetzt und keinen Sonnenschutz verwendet, macht nicht nur die eine oder andere unangenehme Erfahrung mit Sonnenbrand, er beziehungsweise sie riskiert auch weitaus Schlimmeres. Und trägt außerdem quasi aktiv dazu bei, dass die Haut deutlich schneller altert, also faltig wird.

Sonnenschutz – aber richtig!

So werden Dermatologen auch nicht müde, immer wieder darauf hinzuweisen, dass es wichtig ist, die Haut umfassend und nachhaltig vor UV-Strahlen zu schützen. Bezogen auf den üblichen Sonnenschutz mithilfe einer Sonnencreme bedeutet das, sich vor dem Sonnen gründlich einzucremen und dabei auf einen hohen Lichtschutzfaktor zu achten. Dadurch lässt sich die Zeit, die die Haut unbeschadet der UV-Strahlung ausgesetzt sein kann, um einiges verlängern – wenn man es richtig macht.

Dazu gehört auch: Cremen Sie sich mindestens 20 Minuten vor dem Sonnenbaden gründlich ein, denn es dauert etwas, bis der Schutz wirkt. Auch wichtig: Bei der Sonnencreme-Menge nicht kleckern, sondern klotzen. Die allermeisten sind zu sparsam und verwenden wesentlich weniger als die von Experten empfohlene Menge von etwa 3 Esslöffeln Sonnencreme für den ganzen Körper. Besonders sonnenbrandgefährdete Körperstellen sind die sogenannten Lichtterrassen: Die Schultern, das Dekolleté, die Fußrücken und bei Männern mit lichtem Haar die Kopfhaut haben besonderen Sonnenschutz-Bedarf.

Wählen Sie eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor (LSF) 30 oder mehr. Da ein höherer Lichtschutzfaktor als 50 bis 60 chemisch nicht möglich ist, ist Sonnenschutz mit dem Lichtschutzfaktor 50+ die höchste Schutzstufe.

Welcher Sonnenschutz für wen?

Einfache Faustregel: Je höher der Lichtschutzfaktor, desto länger hält der Sonnenschutz. Oder konkret: Die Zeit, die Sie – je nach Hauttyp – ohne Sonnenschutz in der Sonne sein können, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, multipliziert mit dem Lichtschutzfaktor, ergibt die maximale Schutzzeit mit Sonnencreme. Voraussetzung ist allerdings, dass Sie regelmäßig nachcremen, damit der Sonnenschutz auch erhalten bleibt. Baden, Abtrocknen, Schweiß, Reiben von Kleidung, Abrubbeln von Sand etc. – all das mindert den Sonnenschutz.

Anhand einiger weniger Kriterien lässt sich der Hauttyp gut bestimmen:

  Natürliche Hautfarbe: Sommersprossen: Natürliche Haarfarbe: Augenfarbe: Sonnenbrand: Bräunung: Eigenschutzzeit der Haut bei UV-Index1 8:
Hauttyp 1 sehr hell sehr häufig rot bis rot- blond blau, grau immer keine max. 15 Min.
Hauttyp 2 hell häufig blond, braun blau, grau, grün, braun fast immer kaum bis mäßig max. 20 Min.
Hauttyp 3 hell bis hellbraun selten dunkelblond, braun grau, braun selten, mäßig fortschreitend max 30 Min.
Hauttyp 4 hellbraun, oliv keine dunkelbraun braun, dunkelbraun selten schnell und stark max. 40 Min.
Hauttyp 5 dunkelbraun keine dunkelbraun, schwarz dunkelbraun sehr selten keine max. 60 Min.
Hauttyp 6 dunkelbraun bis schwarz keine schwarz dunkelbraun extrem selten keine max. 90 Min.

Ein Beispiel: Wenn Sie helle Haut und blonde oder hellbraune Haare haben, Ihre Haut kaum bräunt und Sie stattdessen fast immer ein Sonnenbrand ereilt, gehören Sie zum Hauttyp 2. Das bedeutet, dass Ihre Haut bei UV-Index1 8 höchstens 20 Minuten Eigenschutzzeit hat. Danach wird es ohne Sonnenschutz kritisch. Eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 – richtig angewendet – verlängert die Zeit, die Sie die Sonne schadlos genießen können, auf maximal (!) 20 mal 30 Minuten. Damit sind Sie gut geschützt für einen Strandtag zum Beispiel oder eine längere Bootstour.

Wichtig: immer wieder gründlich und ausgiebig nachcremen. Das sorgt zwar nicht – wie viele glauben – dafür, dass sich die Schutzzeit verlängert, aber dafür, dass der Sonnenschutz über die Zeit bestehen bleibt.

UV-Schutz im Schatten?

Auch wenn Sie nicht zu den Menschen gehören, die sich gern stundenlang in der prallen Sonne „grillen“, sollten Sie Ihre Haut gut schützen. Im Schatten trifft zwar weniger UV-Strahlung auf die Haut, 70 bis 90 Prozent der Strahlung wirken aber auch unter einem Sonnenschirm oder im Schatten eines Baums auf die Haut ein.

Wolken bieten gar keinen Schutz vor UV-Strahlung. Sie verschlucken die UV-Strahlung zwar teilweise, reflektieren sie andererseits aber auch. Dadurch kann die UV-Strahlung am Boden unter einem leicht bewölkten Himmel sogar stärker sein als an einem wolkenlosen Tag. Auch helle, leichte Kleidung aus Baumwolle und Leinen beispielsweise, wie sie vor allem im Sommer sehr beliebt ist, lässt UV-Strahlung durch und bietet keinen wirksamen Sonnenschutz.

Bekannter ist, dass Wasser nicht vor UV-Strahlung schützt, sondern sie durch die Reflexion noch verstärkt. Bis in einen halben Meter Tiefe dringen rund 40 Prozent der Strahlung durch. Denken Sie also auch im Wasser an den Sonnenschutz. Auch Schnee, Sand und Asphalt reflektieren die UV-Strahlung und verstärken sie.

Sonnenschutz – jeden Tag!

Im Urlaub denken wir daran, unsere Haut zu schützen und zu pflegen. Aber was ist im Alltag? Hand aufs Herz: Cremen Sie sich mit Sonnencreme ein, wenn Sie an einem bewölkten Tag morgens mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren oder mit dem Hund Gassi gehen? Dabei sollte nach Ansicht von Fachleuten der Sonnenschutz doch auch und gerade im alltäglichen Leben eine große Rolle spielen. Wie gesagt, die UV-Strahlung ist immer präsent, selbst im geschlossenen Pkw sind wir nicht vor ihr gefeit. Grund genug, die Haut jeden Tag vor den UV-Strahlen zu schützen.

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Cellufine® – Natürlich. Schön.


1 Der UV-Index vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) informiert über die tagesaktuelle Intensität der UV-Strahlung.